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Gewerkschaften und Zuwanderung in Österreich: MigrantInnen als neue Zielgruppe? (Gudrun Biffl)

Migrationshintergrund

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Die Gewerkschaften sind im Dilemma, hebt Mitherausgeberin Gudrun Biffl in ihrem Beitrag über "Gewerkschaften und Zuwanderung in Österreich: MigrantInnen als neue Zielgruppe?" hervor. Sie repräsentieren in ihren Reihen weiterhin in hohem Maße die alte Industriegesellschaft und das traditionelle Familienmodell.

Mit der wirtschaftlichen Umstrukturierung zu einer Dienstleistungsgesellschaft und dem gesellschaftlichen Wandel, der mit Individualisierung und dem Ende der traditionellen Familienmuster einherging, verlor die Gewerkschaftspolitik für viele an Relevanz. Sie hat es nicht geschafft, im privatwirtschaftlichen Dienstleistungssektor neue Mitgliedergruppen zu gewinnen, insbesondere Frauen sowie Migranten und Migrantinnen - nicht zuletzt weil diese Personengruppen andere Bedürfnisse haben als die traditionelle (männliche) Klientel.

Wenn Migranten und Migrantinnen (...) in Bereichen arbeiten, die außerhalb des Aktionsradius der Gewerkschaften liegen, werden sie mehr noch als die Einheimischen in diesem Bereich marginalisiert, da die restriktive Ausländergesetzgebung ihre Situation zusätzlich prekarisiert.

Indem sich Gewerkschaften als Garant für die Einhaltung der arbeits- und sozialrechtlichen Regelungen sehen und gleichzeitig den Zugang zum formalen Arbeitsmarkt erschweren, wenden sie sich gegen Menschen, die aus Not und den Umständen heraus keinen anderen Weg als in den informellen Sektor, den Schwarzarbeitsmarkt oder die Scheinselbständigkeit finden.

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