FacebookMySpaceTwitterDiggDeliciousStumbleuponGoogle BookmarksRedditNewsvineTechnoratiLinkedinMixx

migrationsmanagement.org

Institutionelle Unterstützung der Integration von MigrantInnen und Diversitätsmanagement in Oberösterreich (Petra Aigner, Gudrun Biffl, Lydia Rössl)

Arbeiterkammer Oberösterreich ...

Button

Anhand Sozialer Netzwerkanalysen haben Petra Aigner, Gudrun Biffl und Lydia Rössl untersucht, in welchem Ausmaß Integrationsplayer in Oberösterreich miteinander vernetzt sind. In ihrem Beitrag "Institutionelle Unterstützung der Integration von MigrantInnen und Diversitätsmanagement in Oberösterreich" verdeutlichen sie die Verknüpfungen in einer Reihe von Grafiken. Schnell erkennt der Leser, in welchem Verhältnis die einzelnen Einrichtungen im Migrations- und Integrationsbereich stehen.

"Die Netzwerkanalyse hat gezeigt, dass es in Oberösterreich eine sehr dichte Vernetzung der Einrichtungen gibt, die die Integration der MigrantInnen unterstützen und vorantreiben helfen", schreiben die Autorinnen. Und weiter: "Es gibt aber auch Einrichtungen, die vergleichsweise schwach in die Integrationsnetzwerke eingebunden sind. Dazu zählen Schulen (...). Auch kulturelle und religiöse Vereine sind nur in Ausnahmefällen in Netzwerke eingebunden.

Zu den untersuchten Institutionen zählen beispielsweise: Migrare, Arbeiterkammer, Arbeitsmarkservice, Aidshilfe, Gewaltschutzzentrum, Land Oberösterreich, SOS Menschenrechte, Caritas, Volkshochschule Linz, Volkshilfe uvm.

Des weiteren werden in ihrem Artikel die Ergebnisse einer Unternehmensbefragung präsentiert. Die befragten HR-Manager gaben Einblick in die Diversity-Maßnahmen in ihren Firmen. In keinem Betrieb war ein eigene Diversity-Abteilung vorhanden. Die Interviews zeigen, mit welchen (einfachen) Mitteln, Unternehmen einen Beitrag zur Integration bieten können. Ein befragtes Unternehmen setzt auf Gesundheitszirkel. Ein anderes hat gemeinsam mit dem Betriebsrat ein Kochbuch mit Rezepten aus den Einwanderungsländern initiiert. In ihrem Aufsatz finden sich viele weitere Beispiele dafür, wie Unternehmen die Diversität ihrer Belegschaft unterstützen können.

Welche Arbeitgeber beschäftigen MigrantInnen? "Es ist eher die Privatwirtschaft, die MigrantInnen Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnet. Das widerspricht der üblichen Stoßrichtung in anderen Ländern, etwa dem angelsächsischen Bereich odern den nordischen Ländern, die dem öffentlichen Sektor eine Vorbildrolle in der Gleichbehandlungs- und Gleichstellungspolitik zukommen lassen", schreiben Aigner, Biffl und Rössl.

Button

Nicht im Buch, aber zum Thema passend: Filmprojekt des Europagymnasiums Baumgartenberg (am Server der Caritas Oberösterreich).