FacebookMySpaceTwitterDiggDeliciousStumbleuponGoogle BookmarksRedditNewsvineTechnoratiLinkedinMixx

migrationsmanagement.org

Öffnung der Polizei für Migranten und Migrantinnen als Modellprojekt (Christian Schmalzl)

Polizist

Button

Eine Bilanz über die "Öffnung der Polizei für Migranten und Migrantinnen als Modellprojekt" zieht Christian Schmalzl in seinem Beitrag. Betrachtet man wie viele Personen mit Migrationshintergrund innerhalb einer Generation sich tatsächlich im Polizeidienst befinden, kommt man auf einen Anteil von lediglich 1% für Wien.

Für die Wiener Polizei sind Jugendliche und junge Erwachsene der "zweiten Generation" ein naheliegende Zielgruppe der Rekrutierung. Im Buch stellt Schmalzl das Modellprojekt "Wien braucht Dich!" vor. Schon vor der eigentlichen Bewerbung wurden MigrantInnen gezielt angesprochen. 

Erklärtes Ziel ist es, "dass es in jeder der 110 Polizeiinspektionen in Wien mehrere Exekutivbeamte mit Migrationshintergrund geben sollte." Kurzfristig sollte dies zumindest ein(e) Mitarbeiter(in) sein. 

Als ein Problemkreis bei der Aufnahme in den Polizeidienst habe sich die Unbescholtenheit in gerichtlicher und verwaltungsrechtlicher Hinsicht gezeigt, schreibt Schmalzl. Denn: Übertretungen diverser fremdenrechtlicher Normen können "nur von Nichtstaatsbürgern begangen werden".

Als praktische größte Hürde bei der Aufnahme in den Polizeidienst hat sich die (schriftliche) Sprachbeherrschung in Deutsch erwiesen. Schmalzl: "Hier ergibt sich wohl eine ebenso deutliche wie negative Feedbackschleife zu zurückliegenden Integrationsherausforderungen im Bildungssektor." Individuelle Gründe für schlechte Schulleistungen können etwa das Aufwachsen in einer eher bildungsfernen Familie sein, aber auch die geringere Vertrautheit zugewanderter Eltern mit dem österreichischen Schulsystem."

Button