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Strategien des Integrationsmanagements - Multikulturelles Stadtteilmanagement am Beispiel der Sozialen Stadt - die Stadt Essen (Caren Heidemann, Klaus Wermker)

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Ein Fallbeispiel städtischer Integration stellen Caren Heidemann und Klaus Wermker in ihrem Beitrag "Strategien des  Integrationsmanagements - Multikulturelles Stadtteilmanagement am Beispiel der Sozialen Stadt - die Stadt Essen" auf. Ihr Aufsatz gibt einen tiefen Einblick in Strukturwandel einer deutschen Industriestadt und die damit verbundenen Anpassungen bei der Integration von MigrantInnen.

"Während der schwerindustriellen Blütezeit der Region wanderten einige Hundertausend sogenannte Gastarbeiter in die Region (...). Nicht die 'besten Köpfe' wurden aus Italien, der Türkei, Spanien, Griechenland etc. angeworben, sondern gesunde, kräftige, arbeitswillige Menschen mit vergleichsweise niedriger Qualifikation. Als 1993 (...) der letzte Montanwirtschaftsbetrieb (...) geschlossen wurde, stellten wir bei der Planung von Qualifizierungsmaßnahmen für die 1700 Beschäftigten fest, dass von ihnen rund 35% Analphabeten waren", schreiben Heidemann und Wermker. 

In Essen sinke die Zahl der EinwohnerInnen, während der Anteil der städtischen Bevölkerung mit Migrationshintergrund ansteigt. MigrantInnen lebten überwiegend in der nördlichen Hälfte des Stadtgebiets. Dort gibt es Grundschulen und Kindertagesstätten mit 90% Kindern mit Migrationsgeschichte. "Eine soziale Mischung zwischen Wohlhabenden und sozial Schwachen gibt es nicht. Wenn Mischung stattfindet, dann im mittleren Segment der Gesellschaft", betonen Heidemann und Wermker.

Die segregierte Stadt kann durchaus positiv wirken, einerseiits um Konflikte zu vermeiden, andererseits als Voraussetzung für die Bildung informeller Hilfsnetze. "Allerdings müssen wir alles daran setzen, dass diese Gebiete nicht zu groß werden."

Schließlich gehen Heidemann und Wermker auch auf das Essener Modell des Quartiermanagements ein, das auf den Säulen Stadtteilarbeit/Gemeinwesenarbeit, intermediäre Akteure und Gebietsbeauftragte ruhe. 

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