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Wohnen von MuslimInnen im Vergleich: Wien und London (Siegfried Opelka)

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35,7% der muslimischen Bevölkerung Österreichs lebten laut Zensus des Jahres 2001 in Wien, im Vergleich zu 19,2% der Gesamtbevölkerung, schreibt Siegfried Opelka in seinem Beitrag "Wohnen von MuslimInnen im Vergleich: Wien und London". In jüngster Zeit rekrutiere sich die Zuwanderung nicht mehr überwiegend aus der Türkei und den Nachfolgeländern des ehemaligen Jugoslawien, sondern vor allem aus dem EU-Raum, speziell Deutschland.

Der Islam ist zur zweitgrößten Religionsgemeinschaft in Wien aufgestiegen. In der Volkszählung 2001 bekannten sich 7,81% der Wiener Wohnbevölkerung zum Islam, 54,2% waren Christen. Mit 80,1% kommt die überwiegende Mehrheit der in Wien lebenen MuslimInnen aus der Türkei und Bosnien-Herzegowina. Dabei sind MuslimInnen ungleich über das Stadtgebiet verteilt. In Rudolfsheim-Fünfhaus sind 14,7% der Bevölkerung muslimischen Glaubens, in Hietzing nur 1,7%, geht aus dem Aufsatz von Opelka hervor. Bezirke und Stadterweiterungsgebiete, die einen sehr niedrigen Anteil an Substandardwohnungen aufweisen oder in denen viel gebaut wird, weisen einen niedrigeren Anteil an MuslimInnen auf. 

Viele MuslimInnen leben entlang des Gürtels. "Die Hauptwohngebiete der muslimischen Minderheit in Wien gruppieren sich also weniger um ein Zentrum, sondern haben eher die Form eines Bandes", sagt Opelka. 

Auch in Großbritannien lebt die muslimische Bevölkerung zum überwiegenden Anteil in bestimmten Regionen, nämlich den West Midlands und dem Südosten. In seinem Beitrag analysiert Opelka die Statistiken für Wien und London und kommt zum Schluss, dass "beiden Städten eine räumliche Segregation der muslimischen Bevölkerung gemein" ist.

Was den Wohnungsmarkt betrifft, schreibt Opelka, dass MigrantInnen "oft illegale Anfangszahlungen und Provisionen leisten" müssen. Ein Probleme sind die "schlechten oder nicht vorhandenen Kenntnisse der Wohngesetze sowie sprachliche Probleme". 

Dramatische Unterschiede gibt es bei der Nutzfläche pro Person. Opelka: "Während nur 8,6% der ÖsterreicherInnen in Wien mit weniger as 20 Quadratmetern pro Person das Auslangen finden müssen, finden sich bei TürkInnen und Bosnien-HerzegowinerInnen mit 59,4% die Mehrheit der Personen in diesem Segment."

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