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Kinder und Jugendliche mit anderen Erstsprachen als Deutsch: Angebote im schulischen Bereich - eine Bestandsaufnahme (Elfie Fleck)

Zeichensprache unter Kindern.

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"Österreich ist ein Einwanderungsland. Die Interpretation der Bevölkerungs- wie der Schulstatistik lässt keinen anderen Schluss zu, auch wenn dies nur zögerlich und teilweise widerwillig zur Kenntnis genommen wird." Das hebt Elfie Fleck in ihrem Beitrag "Kinder und Jugendliche mit anderen Erstsprachen als Deutsch: Angebot im schulischen Bereich - eine Bestandsaufnahme" hervor.

Die Anzahl der SchülerInnen mit anderen Erstsprachen als Deutsch an allgemein bildenden Pflichtschulen hat seit Mitte der Neunziger Jahre deutlich zugenommen. Prozentuelle ausgedrückt handelt es sich um 22,4% der gesamten Schülerpopulation. Regional gibt es erhebliche Unterschiede - Kärnten 10,9%, Wien 55,3%. "Für Wien bedeutet das jedenfalls, dass mittlerweile mehr als die Hälfte der PflichtschülerInnen im Familienverband ausschließlich oder vorwiegend eine andere Sprache als Deutsch verwenden", unterstreicht Fleck. Die typisch österreichische Schulklasse, zumindest in den städtischen Ballungsräumen, ist mehrsprachig und multikultural besetzt. Das begründe sehr wohl die "Notwendigkeit pädagogischer Maßnahmen sprachlicher Förderung".

Auf welchen Grundpfeilern muss sinnvolle Pädagogik vor diesem Hintergrund ruhen? Fleck schreibt, dass die internationale Fachwelt drei Säulen ausgemacht habe: Förderung der Landessprachen, Förderung der Erstsprache(n) und interkulturelle Erziehung. 

"Von 406 muttersprachlichen LehrerInnen waren im Schuljahr 2010/11 161 für Bosnisch/Kroatisch/Serbisch und 152 für Türkisch im Einsatz", informiert Fleck. Erwähnenswert sind insbesondere der Albanischunterricht sowie der Arabischunterricht, der in den jüngsten Jahren an Bedeutung gewonnen hat.

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