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Entwicklung der Migrationen in Österreich aus historischer Perspektive (Gudrun Biffl)

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"Im Laufe der Zuwanderung hat sich nicht nur die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte merklich erhöht, sondern auch die Zusammensetzung nach Herkunftsregion, Alter, Geschlecht sowie Qualifikation", schreibt Mitherausgeberin Gudrun Biffl in ihrem Beitrag "Entwicklung der Migrationen in Österreich aus historischer Perspektive". 

Während in den frühen 1970-er Jahren mehr als 70% der ausländischen Arbeitskräfte aus dem damaligen Jugoslawien kamen, knapp 15% aus der Türkei und gerade mal 3% aus Deutschland, hat sich das Bild gewandelt. Im Jahr 2010 waren 18% aller unselbständig Beschäftigten Deutsche (78.700); der Anteil der AusländerInnen aus dem vormaligen Jugoslawien ist auf 34,5% geschrumpft (154.300) und der Anteil der TürkInnen auf 12% (54.000). Hingegen ist der Anteil der StaatsbürgerInnen aus den neuen EU-Mitliedsstaaten auf 18% oder 82.000 gesunken, schreibt Biffl.

"Aus der längerfristigen historischen Perspektive heraus kann die verstärkte Ost-West-Migration in den 1990-er Jahren als Wiederbelebung alter Wanderungspfade angesehen werden", unterstreicht Biffl. Innerhalb der Österreichisch-Ungarischen Monarchie gab es nämlich im 19. und frühen 20. Jahrhundert starke Arbeitskräftezuwanderungen von Ost nach West, die, abgesehen von Flüchtlingswellen (aus Ungarn 1956, aus der Tschechoslowakei 1968, aus Polen 1981 bis 1983), durch den 'Eisernen Vorhang' blockiert worden waren. "Was neu ist, ist allerdings die vermehrte Zuwanderung von Deutschen und von Menschen aus fernen Regionen wie Nordamerika, Asien, Ozeanien und Afrika. 

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