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Empirische Analyse der Beteiligung und Exklusion von MigrantInnen im österreichischen Schulsystem (Mario Steiner)

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"Das österreichische Schulsystem (...) versteht es weniger gut, seinen SchülerInnen mit Migrationshintergrund Kompetenzen zu vermitteln, als dies Bildungssysteme andere Länder vermögen", kritisiert Mario Steiner in seinem Beitrag "Empirische Analysen der Beteiligung und Exklusion von MigrantInnen im österreichischen Schulsystem". 

Das zeigt sich an der Leseleistung. "In Österreich zählen 23% der SchülerInnen ohne Migrationshintergrund zur Risikogruppe. In der zweiten Generation sind es bereits 43,1% und bei MigrantInnen in erster Generation gar 64,1%. Diese Werte für SchülerInnen mit Migrationshintergrund sind die höchsten in ganz Europa und werden innerhalb der OECD-Staaten nur noch von Mexiko, bei den OECD-Parnterländern nur noch von Brasilien, Argentinien, Panama und Kasachstan übertroffen", führt Steiner aus.

"MigrantInnen der ersten Generation, die außerhalb der EU geboren wurden, verlassen gar zu 30% das Bildungssystem, noch bevor sie einen Abschluss auf der Sekundärstufe II erreichen könnten", heißt es im Beitrag von Steiner. MigrantInnen der ersten Generation haben verglichen mit Jugendlichen ohne Migrationshintergrund ein mehr als sechsfaches Risiko, vorzeitig aus dem Bildungssystem auszuscheiden, und jene zweiter Generation ein immer noch beinahe fünffaches.

Personen mit Migrationshintergrund besuchen niedrigere Schulformen. In höheren Schulen sind sie "mit deutlich höheren Selektionsraten konfrontiert", schreibt Steiner. 

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