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Häusliche Gewalt in Österreich mit besonderem Schwerpunkt Migration (Birgitt Haller)

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"2006 waren unter den Bewohnerinnen der Frauenhäuser fast gleich viele Ausländerinnen wie Österreicherinnen, 2009 ging der Anteil der Österreicherinnen noch weiter auf 44% zurück. Das ist ein deutliches Zeichen, dass das Gewaltschutzgesetz bei Migrantinnen nicht greift", schreibt Birgitt Haller in ihrem Beitrag über "Häusliche Gewalt in Österreich mit besonderem Schwerpunkt Migration".

"Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Sprachproblemen, sozialer Isoliertheit und daraus resultierender Unkenntnis über gesetzliche Möglichkeiten bis hin zu Ängsten vor einem Einschreiten der Polizei. Auch ein Überfordertsein der Exekutive aufgrund der Sprachbarrieren dürfte teilweise eine Rolle bei einem nicht sachgerechten Einschreiten spielen", bekräftigt Haller.

Interkulturelle Beziehungen seien offensichtlich besonders gewaltbelastet, "und zwar nicht nur durch körperliche Gewaltanwendung, sondern (zusätzlich) durch männliche Machtausübung auf anderen Ebenen."

"Ohne eigenständiges Aufenthalts- und Beschäftigungsrecht als Basis für eine unabhängige Existenzsicherung haben Migrantinnen keine Chance auf eine Trennung und damit auf ein gewaltfreies Leben", hebt Haller hervor.

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