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Religiöse Diskriminierung in der Arbeitswelt (Barbara Kussbach)

Kopfbedeckung

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Arbeitgeber(innen) dürfen Personen nicht ausdrücklich wegen ihres Religionsbekenntnisses benachteiligen. Auch mittelbare Diskriminierung, wie sie etwa durch ein generelles Kopftuchverbot zum Ausdruck kommt, ist rechtlich verboten. Eine Ungleichbehandlung aufgrund der Religion darf nur ausnahmsweise erfolgen, z. B. "wenn eine bestimmte religiöse Überzeugung oder Verhaltensweise aufgrund der Art der beruflichen Tätigkeit oder der Rahmenbedingungen ihrer Ausübung eine wesentliche oder entscheidende berufliche Voraussetzung darstellt", schreibt Barbara Kussbach in ihrem Beitrag über "Religiöse Diskriminierung in der Arbeitswelt".

"Beispiele für derartige legitime Ziele können etwa bestimmte Sicherheitsvorschriften oder spezielle Arbeitnehmerschutzbestimmungen sein (...). So geht z. B. die Pflicht zum Tragen eines Schutzhelms als Bauarbeiter dem Ritus zum Tragen eines Turbans als gläubiger Sikh vor", erläutert Kussbach.

In der Praxis wird die Diskriminierung häufig mit Kundenwünschen, wirtschaftlichen Einbußen, Dienstvorschriften und Dienstkleidung begründet. Die Autorin hebt hervor, dass sowohl die Judikatur als auch die Entscheidungen der Gleichbehandlungskommission dieser Argumentation regelmäßig nicht anerkennt. Beispielsweise wäre "für eine einfache Bürotätigkeit in einer katholischen Organisation das Erfordernis, KatholikIn zu sein, überschießend und daher unzulässig im Vergleich zur Position eines/einer GeschäftsführerIn", hebt Kussbach hervor.

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